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Berichte

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22. Lauf für ein Leben in Eiselfing

Am 10.05.2019 war es wieder soweit: vor drohender Wolkenkulisse und nach einem letzten heftigen Regenschauer startete kurz nach 16.00 Uhr der 22. Lauf für ein Leben

Wie alle Jahre wurde die altbekannte Pendelstrecke zwischen dem Sportplatz Eiselfing und dem Ortsteil Alteiselfing unter Lauf-, Walking- und auch Geher“haxn“ genommen; alles für den guten Zweck des weit bekannten Projekts „Land für Indios“ in Ecuador, in welches alle Km-Beträge (gesponserte sowie Eigenspenden ) zu 100 % einfließen.

Läuferhax’n beim Pendeln

Ich war mit meinem Freund Stefan Siegel, der extra von der Küste aus Oldenburg angereist war, angetreten. Vor Ort trafen wir auf Lauffreund Klaus Wohlrabe aus München sowie Günther, Theo und viele seiner Laufkollegen vom LC Bayern. Anwesend waren, wie fast immer, Ultra-Urgesteine wie Dietmar „Pumuckl“ Mücke, Andrè Lange, Rolf Kessler und Günther Diepold aus Oberösterreich.

Auch der Schirmherr der Veranstaltung, Michi Altinger, hatte sich den Termin freihalten können, kam allerdings erst kurz nach dem offiziellen Start an und deshalb erfolgte diesmal ein Lauf mit zwei Starts. Das war aber auch kein Problem, denn schließlich stand der Gedanke der guten Tat im Vordergrund, an einer guten Pace war wohl nur Wenigen gelegen.

Mein Freund Stefan, erfahrener und durchaus schneller Läufer bis zur Marathondistanz, hatte sich seinen ersten Ultra in der 72 km – Rennsteiglänge vorgenommen, Günther wollte im Rahmen der sechs Stunden die 50-Kilometermarke erreichen, Lauffreund Klaus stellte gleich mal 50+ in den Raum und so fingen wir an, die Strecke abzupendeln.

…die Drei von der Pendelstrecke…

Im Laufe des späten Nachmittags kamen immer mehr Sportler auf die Strecke, am Abend besuchte uns schließlich noch unser Andi Ober, der uns in Vereinsfarben motivierte, selbst wegen eines akuten Rückenproblems jedoch nicht teilnehmen konnte.

Mit Ablauf der sechs Stunden bzw. kurz vorher hatte Klaus seine 54 km in konstantem Tempo souverän absolviert, Günther schloss kurz nach 22.00 Uhr sehr zufrieden mit 52 km das Pendeln ab. Nachdem schließlich auch der Veranstaltungsleiter Alex Lax als letzter das Gelände verlassen hatte, durften Stefan und ich noch wie vereinbart weitere Runden drehen und uns selbst die erforderlichen Stempel in die Laufkarten drucken.

So finishte Stefan kurz vor 01.30 h total happy seinen ersten Ultra und erreichte sein „Rennsteigziel“ mit 72 km. Gegen 02.00 h fing es zu regnen an, so dass ich kurz nach 03.00 h bei km 84 zum Duschen ging. Mit einem dunklen Bier krönten wir noch Stefans Erfolg in unserem Nachtlager im Geräteraum der Turnhalle. Nach sehr wenig Schlaf bzw. Erholung machte ich mich gegen 08.00 h nochmal auf die Strecke, bis ich schließlich nach insgesamt 106 km dem verführerischen Kaffeeduft und frischen Kuchen nicht mehr widerstehen konnte.

Laut Veranstalter nahmen ingesamt 283 Sportler teil und erreichten 3589 km. Ingesamt konnten über 17.600 € an Spendengeldern eingenommen werden.

Evtl. Presseberichte werden nachgereicht.

Reiner Hillebrand

 

 

 

 

In Memoriam Hans

 

Für uns alle unfassbar ist unser Hans am Karfreitag seiner schweren Krankheit erlegen. Mit ihm verlieren wir allzu früh einen wunderbaren Menschen, der eine wahre Bereicherung für unser Laufteam war.

Trösten wir uns mit den vielen schönen Erlebnissen, die wir zusammen mit unserem Hans hatten. Sein Humor und seine grenzenlose Hilfsbereitschaft werden unvergessen bleiben.

Lieber Hans, in unseren Herzen wirst Du immer einen festen Platz haben.

Günther und dein Ultra-Laufteam

Ein ausführlicher Nachruf findet sich auf der Homepage des SVS:

http://www.sv-schwindegg.de/svs-ultralaeufer-hans-sextl-am-karfreitag-verstorben/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Begeisterung pur beim Teamausflug zur 6 Stunden DUV- Meisterschaft nach Mörfelden – Bronze für das neu formierte Damen – und das Herrenteam sowie für Christian und Andreas

 

Bereits die Anfahrt am Samstag mit dem Vereinsbus sorgte bei Gina, Reiner, Christian, Andreas O., Theo, Matthias und Günther für beste Stimmung und reichlich Gesprächsstoff. Bianca, Franz, Andrea, Johannes und Andreas S. reisten separat an.  Alles lief perfekt – Einchecken im Hotel, kurze Besichtigung des Startbereiches und ein gemütliches Abendessen beim Italiener.

 

 

 

 

Am Sonntag morgen war es dann endlich soweit: Zelt, Verpflegungstisch und unsere neuen Beachflags aufbauen, dann voller Erwartung auf den Start um 10 Uhr warten. Das Wetter war zum Glück deutlich besser als vorhergesagt, ein Sonne-Wolken-Mix mit kühlen Temperaturen und ein wenig Wind, der eigentlich nur auf der Stadionrunde ein etwas störend wirkte.

Mit sage und schreibe 12 Teilnehmern waren wir so stark wie noch nie bei einer Meisterschaft vertreten und auch unser neu formiertes Damenteam stand tatsächlich vollständig am Start. Einfach fantastisch, die Begeisterung und gute Stimmung steht allen Teilnehmern ins Gesicht geschrieben.

Besonders auf den Begegnungsstrecken war es schön zu erleben, wie sich alle aus unserem Team immer wieder gegenseitig anfeuerten – was für zusätzliche Motivation bei allen Teilnehmern sorgte. Das war Teamverständnis pur!  Jeder versuchte natürlich seine selbst gesteckten Ziel so gut wie möglich zu erreichen und hatte sich dafür eine entsprechende Renntaktik zurechtgelegt. Auch wenn wie so oft natürlich nicht alles nach Plan verläuft, am Ende kämpften sich alle tapfer bis zum Ende durch, vor allem mit Blick auf die Mannschaftswertungen. Das war wirklich eine unglaubliche Teamleistung! Und diese wurde am Ende auch belohnt:

Unser Damenteam mit Andrea, Gina und Bianca konnte sich bei der Premiere über die Bronzemedaille freuen und Andrea schrammte mit neuer PB (62,112 Kilometer) und Platz 4 in ihrer AK nur knapp am Podest vorbei. Auch das Männerteam (Christian, Andreas S., Reiner) schaffte dieses Kunststück bei starker Konkurrenz, wobei Christian und Andreas auch die Bronzemedaille in ihrer AK erringen konnten. Reiner verfehlte dieses Ziel mit Platz 4 um wenige Meter nur hauchdünn. Christian hatte sich noch ein wenig mehr ausgerechnet, aber die psychische Belastung war an diesem Tag einfach zu groß. Und gerade hier zeigte sich während seines absoluten Tiefpunktes im Rennen, welch große Kameradschaft innerhalb unseres Teams herrscht! Einfach toll!

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser Seniorenteam (50+) kam in der Besetzung Reiner, Theo und Günther diesmal leider nicht über einen achten Platz hinaus – die Konkurrenz war einfach zu groß und ohne Rainer (der leider absagen musste), unserem Zugpferd der letzten Jahre, war einfach nicht mehr drin. Für mich persönlich kannte die Freude trotzdem keine Grenzen: nie und nimmer hatte ich im Vorfeld damit gerechnet, dass ich nach meinem monatelangen Trainingsausfall und den massiven Problemen mit der Bandscheibe tatsächlich in Mörfelden am Start stehen und am Ende mit knapp 57 Kilometern sogar den sechsten Platz in meiner AK erreichen würde.

Am Ende waren sich alle Teilnehmer einig: das war ein super Wochenende, so etwas muss unbedingt wiederholt werden. Unseren Erfolg, der uns auch den fünften Platz in der Wertung der Ultramarathon Bundesliga einbrachte, haben wir natürlich am Sonntag Abend noch ausgiebig gefeiert, bevor es heute nach dem Frühstück wieder zurück Richtung Heimat ging.

Hier noch eine kurze Zusammenstellung der Einzelergebnisse:

  • Christian: 76,936 Kilometer (3. M40)
  • Andreas S.: 72,195 Kilometer (3. M35)
  • Reiner: 62,876 Kilometer (4. M60)
  • Matthias: 62,706 Kilometer (6. M40)
  • Andrea: 62,112 Kilometer (4. W45)
  • Günther: 56,970 Kilometer (6. M60)
  • Gina: 56,481 Kilometer (8. W50)
  • Johannes: 55,077 Kilometer (17. M45)
  • Bianca: 52,885 Kilometer (10. W45)
  • Theo: 51,927 Kilometer (12. M60)
  • Franz: 48,099 Kilometer (8. M65)
  • Andreas: 47,839 Kilometer (23. M45)    

 

Frauen:

  • SV Schwindegg I (Andrea, Gina, Bianca): 171,477 Kilometer (Platz 3)

 

Männer:

  • SV Schwindegg I (Christian, Andreas S., Reiner): 212,007 Kilometer (Platz 3)
  • SV Schwindegg II (Matthias, Günther, Johannes): 174,749 Kilometer (Platz 14)
  • SV Schwindegg III (Theo, Franz, Andreas O.): 147,865 Kilometer (Platz 17)

 

Senioren:

SV Schwindegg I (Reiner, Günther, Theo): 171,773 Kilometer (Platz 8)

 

Schön war’s !!!

Günther

 

 

 

Sry Chinmoy 6h-Lauf Nürnberg, Samstag, 16. März 2019

Bei äußert widrigen Wetterverhältnissen gingen am Samstag in Nürnberg beim alljährlichen 6h Lauf auch fünf Läufer des SV Schwindegg an den Start. Bei Regen und starkem Wind und etwa 4 Grad startete um 10 Uhr die wie immer bestens organisierte Veranstaltung am Wöhrder Weiher in Nürnberg. Auf dem Plan stand ein 1,5 km langer Rundkurs.

Bei den Damen bildeten Andrea Lenz und Gina Schmid-Dressel sofort die Spitze des Feldes und legten ein sehr flottes Tempo vor. Andrea führte die Damenwertung bis etwa eineinhalb Stunden vor Schluss sogar an. Erst buchstäblich kurz vor Schluss wurde sie noch abgefangen. Gina musste dem hohen Tempo Tribut zollen und stieg bei beachtlichen 37,8 km aus. Andrea erreichte mit fantastischen 61,6 km Platz 2 in der Gesamtwertung und dabei lag sie nur knapp einen Kilometer hinter der Siegerin. Hervorzuheben ist auch Bianca Seubert, die mit 52,2 km sechste im Gesamtklassement wurde. Damit hat der SV Schwindegg ein Damenteam am Start, um das viele Vereine es beneiden. Im Hinblick auf die Deutschen Meisterschaften in Mörfelden im April kann sich die Konkurrenz schon mal warm anziehen.

 

 

 

 

 

Bei den Herren erreichten Albert Lehrhuber mit 54,2 km den 7. Platz bei den Senioren II und Franz Schiffl mit 47,9 km den 12. Platz und rundeten das gute Ergebnis des SV Schwindegg ab.

Gesamtsieger wurde ein 26-jährige Schwede, der sage und schreibe 90 km in den sechs Stunden abspulte und damit mehr als 17 km mehr als der Zweitplatzierte schaffte.

 

 

 

 

Nachklang zum „26. Thermen Halb- und Marathon“ in Bad Füssing am 03. Februar 2019

Die 26. Auflage dieses Klassikers stand mal wieder unter einem besonderen Stern: Samstag Abend begann ein Dauerregen, der in der Nacht in Schnee überging und auf der Strecke teilweise für rutschigen Schneematsch sorgte, den auch die Räumtrupps nicht beseitigen konnten. Aufgrund des vielen Neuschnees am Sonntag Morgen konnten Christian Jakob, Andreas Ober und Günther Weitzer gar nicht anreisen, andere von uns logierten schon vorab in Bad Füssing.

Nach dem Start des 10 km Laufes gegen 10 Uhr und dem Start des Halb- und Vollmarathons ca. 15 Minuten später ließ der Schneefall nach und hörte dann ganz auf, so dass sich die Bedingungen für die zwei bzw. vier Runden bei wenigen Plusgraden verbesserten.

Einzige SVS Teilnehmer/in über die Halbdistanz war unsere flotte Heike Würfl, die als 20. Dame mit tollen 1:41 Std. ins Ziel strebte und damit als Zweite ihrer AK45 aufs Podest durfte. Insgesamt finishten 738 Läufer/innen den Halbmarathon und 666 den Zehner.

Und einzige Teilnehmerin beim Marathon mit 234 Finishern war unser Neumitglied Bianca Seufert. Sie lief in 4:51 Std. als 5. W45 durchs Ziel. Bei den Herren schaffte Rainer Leyendecker (M60) mit 4:19 Std. einen neuen Rekord: noch nie im Leben lief er einen so langsamen Marathon. Unser Urgestein Theo Huhnholt (M60 – hier für traditionell für den LC Bayern startend) kam als 8. seiner AK in 4:23 Std. gleich nach Rainer ins Ziel.

Hervorragend schlugen sich auch unsere Neumitglieder Albert Lehrhuber (M65), der mit 4:41 Std. den 3. Platz in seiner AK erlief vor Franz Schiffl (M65) als 4. mit 4:59 Std. unter der magischen 5-Std.-Grenze.

Bei der Mannschaftswertung erreichten Rainer, Albert und Bianca den 12. Platz. Albert und Theo erfuhren zusammen mit einem 3. Läufer in 2018 eine besondere Ehrung des Veranstalters. Denn sie waren die einzig Verbliebenen, die alle 25 Marathons finishten und dafür auf Lebenszeit einen Freistart für diesen ersten großen Marathon nach Jahresbeginn haben. Anbei ein Foto von Rainer mit den Jubilaren Albert und Theo bei der großen Ehrung 2018 (2. v.l. und 2.v.r.).

Rainer L.

 

 

 

 

 

 

46. Landkreis Mühldorf – Sportler- und Funktionärsehrung am 22. Februar 2019

Dieses Mal richtete die Gemeinde Haag im schönen Bürgersaal die traditionelle Ehrung aus. Rosemarie Storfinger vom Landratsamt hatte wieder alles bestens mit ihren Mitstreitern organisiert und 92 Sportler und 8 verdiente Funktionäre zur abendlichen Feier geladen.

Nach dem beschwingten Auftritt der Taufkirchner Showtanzgruppe Fire Steps hielt wie jedes Jahr unser sportbegeisterter Landrat Georg Huber eine flammende Rede, bevor einige Ehrengäste Ihre Grußworte an die Gäste richteten.

Vom SVS Schwindegg ehrte Herr Huber dann unsere Ultraläufer für einige Podestplätze bei Deutschen und Bayerischen Meisterschaften im letzten Jahr:

  • Andreas Seider: 2. Platz bei der 50 km DM in Ebershausen in der M30
  • Reiner Hillebrand: 3. Platz bei der 50 km DM in Ebershausen in der M60
  • Christian Jakob: 1. Platz bei der 50 km DM in Ebershausen in den M40 , 1. Platz bei der 6 Stundenlauf DM in Hoyerswerda und 2. Platz bei der 100 km DM in Rheine
  • Jochen Steybe (als Neumitglied seit 2018): 1. Platz bei der 100 km Bayer. Meisterschaft in Leipzig in der M55
  • Rainer Leyendecker: jeweils 1. Plätze in der M60 bei der 50 km DM, der 6 Stundenlauf DM, der Ultratrail DM in Veitshöchheim und der 100 km BM.

Bei den Mannschaftswertungen der DMs kamen wir in 2018 nur ein Mal aufs Podest und erreichten bei der DM über 6 Stunden in Hoyerswerda den 3. Platz mit Christian, Rainer und Theo Huhnholt.

Unser sehr engagierter Abteilungsleiter und Chef des Ultra-Förderstützpunktes in Schwindegg, Günther Weitzer, kam in 2018 leider nicht aufs Treppchen, freute sich aber sehr über die neuerlichen Topresultate seines Teams bei den diversen Meisterschaften.

Auf dem Foto von Marlyn Leyendecker sehen wir auf dem Teamfoto (v.l.n.r.) Rainer, Theo, Günther, Reiner und Jochen. Christian war leider verhindert.

Zum Ausklang erfreuten wir uns am kleinen Buffet mit Getränken und tauschten uns beherzt aus – auch über unsere weiteren mehr oder weniger ambitionierten Laufziele und Wettkämpfe.

Rainer L.

 

 

 

50 km Ultramarathon – RLT Rodgau feiert 20-jähriges Jubiläum und drei (vier) Schwindegger waren dabei!

Das Kult-Ultra-Jahreseinstiegs-Event des RLT Rodgau, in Verbindung mit der Mitgliederversammlung der DUV mit Neuwahlen des Präsidiums, fand am Samstag, den 26.01.2019 in der 20. Jubiläumsauflage statt.

Bereits am Vortag reisten Günther, Rainer und Reiner aus Bayern sowie Gina von einem Termin aus Frankfurt/M. kommend an, um interessiert als auch unterstützend an der DUV-Sitzung teilzunehmen.
Die drei Herren ließen es sich am Nachmittag auch nicht nehmen, schon mal eine Besichtigungsrunde mit kritischer Augenscheinnahme des Geläufs zu absolvieren; schließlich hatte es auch in Hessen etwas geschneit und die Waldwege waren zur Teil schnee- und eisbedeckt. Im Laufe des Rennens am Samstag sollten sich jedoch die kritischen Passagen unter fast 1700 Läuferbeinen und steigenden Temperaturen in gutes Laufterrain verwandeln.

Am Freitag fand zur besten Handball-WM-Halbfinal-Übertragungszeit wie bereits oben erwähnt die DUV-Mitgliederversammlung u.a. mit den Themen Neuwahl des Präsidiums (hier waren einige Posten vakant) und Ehrungen der Sportler des Jahres statt. Einen ausführlichen Bericht wird Günther standesgemäß für die UM 1/2019 erstellen.

Er hatte sich für die nächsten zwei Jahre als Vizepräsident zur Verfügung und wurde auch prompt gewählt.
Die neue Pressewartin der DUV, Annette Müller (LG Nord Berlin Ultrateam)die am nächsten Tag auch am Start war, belegte bei den Damen in 03:45:05 h einen hervorragenden zweiten Platz.

Von den 1016 gemeldeten Läuferinnen und Läufern aus 28 Nationen standen am Veranstal-tungstag, um 10:00 Uhr 838 Starter (= fast 1700 Läuferbeine) an der Gänsbrüh und warteten auf den Startschuss. Der Wetterbericht, der zwei Tage zuvor noch durchgehend Regen prophezeit hatte, erhielt am Freitag noch ein Update und so war es, mit partiell etwas Gegenwind, am Lauftag bei Temperaturen von 1 bis 4 Grad C tatsächlich bis 17.00 h trocken.

Neben dem letztjährigen Zweitplatzierten und Sieger 2017 Frank Merrbach von der LG Nord Berlin Ultrateam hatten sich einige vielversprechende junge Läufer angemeldet, die 2018 gute Marathon- bzw. 50 km- Bestzeiten gelaufen waren.

So kämpften Frank Merrbach aus Thüringen und der 27-jährige Jan Kerkmann ( TSV 1890 Bielefeld) Schulter an Schulter von der ersten bis zum Ende der neunten 5 km Runde um den Sieg in konstanten 18 Minuten pro Runde, nur in der letzten Runde konnte Merrbach das Tempo des Jüngeren nicht mehr mitgehen und Kerkmann siegte in PB von 3:01:44. Merrbach folgte in 3:03:34 mit neuem Rodgau-Streckenrekord der M35.

Sensationell die Leistung und generell die Person Werner Stöcker, der mit 5:11:59 h einen Streckenrekord in der M80 aufstellte.

Bei den Frauen gewann, fast erwartet, die letztjährige Siegerin Susanne Gölz von der LG Ultralauf in 3:42:36 souverän vor der oben genannten Zweitplatzierten Annette Müller in 3:45:05 und der Drittplatzierten Mallin Pfäffle in 3:47:42. Insgesamt blieben 5 Frauen unter der 4 Stunden Marke.

Während unser Günther, unterbrochen von Fotoversuchen mit seiner neuen Kamera und Anfeue-rung „seiner“ und anderer Läufer* gegen den Uhrzeigersinn die 5-km-Runde absolvierte, spulten Gina und die zwei Ra(e)iner mehr oder weniger konstant die zehn Runden ab. Gina finishte in 05:10:41 (324/52, 12. W 50), Rainer in 05:19:02 (360/298, 17. M 60) und Reiner in 04:53:26 (235/198, 6. AK 60 )

Zum 20-jährigen Jubiläum erhielten alle Starter einen Funktionsrucksack und erstmals eine Erinnerungsmedaille.

      

Die schnellsten Männer und Frauen bei der Siegerehrung

 

 

 

 

 

„Taubertal 100“ – 2018 oder: als ich zum dritten Mal Ritter wurde

Am 06.10.2018 war es wieder soweit: Hubert(us) Beck hatte zum 5. Taubertal 100 geladen und bereits bei den Anmeldezahlen zeichnete sich ein Teilnahmerekord ab. Letztlich erreichten insgesamt 241 Sportler ohne die geringsten Zwischenfälle ihre gewählten Ziele. Vier Strecken standen zur Wahl: 50 – 71 – 100 km und in der zweiten Auflage die 100 Meilen. Es sollte sich bestätigen, dass der Taubertal 100 nicht nur einer der schönsten, sondern auch einer der schnellsten Ultramarathons der Welt ist.

Bestätigt wurde dies über die 161 km von Rothenburg nach Gemünden durch die sensationelle Laufzeit von Nele Alder-Baerens (Vizeweltmeisterin im 100-km-Lauf), die nach 13:35:31 h die Ziellinie überquerte. Damit verbesserte sie den seit 15 Jahren bestehenden deutschen Rekord (Sigrid Lomsky 15:02:30 h) um 1:27 h und hält jetzt die zweitbeste 100 Meilen-Laufzeit der Welt bei den Frauen.

Vor einem Jahr hätte Neles Zeit noch den Weltrekord bedeutet, der von Ann Trason mit 13:47 h über 25 Jahre gehalten wurde, jedoch von Camille Haron 2017 auf 12:42h verbessert wurde. Tracy Dean aus England, die vor dem Lauf mit ähnlichem Leistungsniveau wie Nele angekündigt wurde, finishte in 14:37:47 h als Zweite und verbesserte damit den seit 15 Jahren bestehenden englischen Rekord von Eleanor Adams-Robinson um sechs Minuten.

Die Siegerzeiten der weiteren Distanzen sind ebenfalls respektabel.

Die 50 km von Rothenburg nach Bad Mergentheim (37 Teilnehmer von 40 gestarteten) gewannen Lora Reitblat in 4:44:48 h und Jacek Bedkowski in 3:27:14 h. Bei den 55 (59 gestartet) Teilnehmern über die 71 km von Rothenburg nach Tauberbischofsheim siegten Andrea Schadewell in 6:11:35 h und Jan-Albert Lantink in 5:00:46 h.

Die Strecke von Rothenburg nach Wertheim nahmen 129 Teilnehmer unter die Sohlen (gewertet 120) und im Ziel glänzten Miriam Kudermann mit 9:21:55 h sowie Markus Küng in 8:08:40 h. Zuletzt im Ziel nach 100 Meilen (161 km) mit einem Cut-Off von 26 Stunden waren 27 Teilnehmer (angetreten 28). Bereits genannt die Siegerin Nele Alder-Baerens in gigantischen 13:35:31 h, bei den Herren dominierte Marcus Creyer in 17:55:26h.

Den Hut ziehen muss man unbedingt auch vor dem mit 73 Jahren ältesten Starter über diese Distanz: Wolfgang Röther überquerte die Ziellinie am Marktplatz in Gemünden nach 25:40 Stunden.

Wie in jedem Jahr wurde um 05:20 h mit einem Fackellauf durch die Altstadt von Rothenburg begonnen, die Läufer anschließend im Burggarten von einem Ritter als Botenläufer mit dem Überbringen einer Nachricht in die jeweiligen Zielorte beauftragt. Diejenigen, welche die Ziele 100 km in Wertheim oder 161 km in Gemünden erreichten, erhielten dort zur Entlohnung von einem weiteren Ritter, begleitet von einem gar lieblichen Burgfräulein, welches ein mit Bier gefülltes Horn sowie Medaille (und Gürtelschnalle beim 100 Meilen Lauf) kredenzte, zum Ritter von Rothenburg geschlagen.

Auch das Wetter spielte dieses Mal mit (laut Hubert gibt es diese Wetterlage nur alle fünf Jahre), es war trocken, leicht bewölkt und nicht zu warm. Für die Nachtläufer nach Gemünden wurde es trotz Sternenhimmels nicht zu kalt und auch die mystischen Nebelschwaden entlang des Mains traten nur lokal auf. Highlights der Strecke waren u.a. das (sonst nicht gestattete) Durchlaufen des Schlossgeländes von Weikersheim und die Fanfarenbläser auf den Burgen von Bad Mergentheim, Tauberbischofsheim und Gamburg.

Meine persönlichen Glanzpunkte waren meine Frau Birgit und meine Tochter Karina, die mich in Tauberbischofsheim, Wertheim und an jedem der weiteren Verpflegungspunkte in Empfang nahmen und somit jedes der Etappenziele gefühlt wie im Flug erreichen ließen. Apropos „Flug“: die Radbegleitung kurz vor Lohr am Main bis zur dortigen Verpflegung und aus dem Stadtgebiet hinaus ließ mich kurzfristig jede Anstrengung vergessen und sorgte für eine Pace, die ich weder vorher nach nachher länger durchgehalten hätte, mich jedoch drei tapfere Mitkämpfer einsammeln und überholen ließ.

Kurzum: herausragend waren wieder Organisation und Logistik, die Helfer an den insgesamt 24 Verpflegungsstationen unermüdlich um das Wohl der Läufer bemüht, überaus freundlich und taten alles, um für die nächsten Kilometer zu motivieren.

Vom SV Schwindegg war ich diesmal allein am Start und konnte mich letztlich über einen für mich tollen und eindrucksvollen Lauf, beendet in 20:22 h mit Rang 5 (M) und Platz 1 in der AK 60, freuen. Die Erinnerungen an diesen Punkt-zu-Punkt Landschaftslauf machen stolz und demütig, sie werden nachhaltig wirken. Obwohl, ganz allein war ich doch nicht. Insbesondere auf der Strecke ab Wertheim, mit einbrechender Dunkelheit, war ich oft im Zwiegespräch mit meinem Freund und Schwindegger Vereinskumpel Johann „Hans“ Sextl, der schwer erkrankt ist. „Hans, der Lauf hätte Dir gefallen, wir hätten uns wieder über lange Kilometer unterhalten und vermutlich die Strecke vergessen, wie das schon bei der Ulmer Laufnacht oder vor zwei Jahren im Taubertal der Fall war. Die letzten 61 Kilometerwaren Deine!

Werd wieder fit, alter Kämpfer!!!!

Im Ziel stand ein, auch zu dieser „frühen“ Stunde noch strahlender Hubert Beck und mir war, als hätte er mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, die Strecke jetzt wieder zurück zu laufen, was ich im Ansatz wohl verneinte.

      

Auf meine Frage, ob und wann er einen 200 mi-Lauf tatsächlich realisieren wolle, glaubte ich zu hören: „wenn ich (Hubert) im Ruhestand bin und mehr Zeit habe!“ Dürfen wir also mittelfristig mit einem „Taubertal 200“ rechnen oder war dieses Gespräch eine akustische Halluzination, geschuldet meinem Sauerstoffmangel nach Zieleinlauf und Ritterschlag?

Angeblich hätte ich auch zugesagt, 2019 wieder am Start zu sein, um dann eine der „Subdistanzen“ (71 oder 50 km) zu bestreiten, da mir diese Medaillen ja noch fehlen würden und ich unbedingt eine grüne Startnummer bekommen wolle. Denn wer einmal eine Distanz beim Taubertal 100 gewonnen hat (M/W, ich bestimmt nie ;-)) oder drei Mal beim Taubertal 100 gefinished hat (jaaaa!) erhält bei den darauffolgenden Starts auf Lebenszeit eine grüne Startnummer. Das ist eine Ansage und im Vergleich z.B. zum Comrades-Marathon, bei dem ein Normalläufer für den „Green-Numbers-Club“ zehn Mal gefinished haben muss, mal abgesehen vom läuferischen Zustand sowie zeitlichen und finanziellen Einsatz für Südafrika, ein eher moderat realisierbares Ziel.

Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss: Auch den sog. 100-Meilen-Buckle, eine Gürtelschnalle nach amerikanischem Vorbild, erhält jeder Finisher in der möglichen Schlusszeit von 26 Stunden; bei anderen Läufen ist für ähnliche Trophäen eine Cut-Off-Zeit unterhalb der regulären DNF-Zeit ausgewiesen.

Taubertal 100 06./07.102018

http://www.taubertal100.de

  • 50 km: W: 4:44:48 h, M: 3:27:14 h
  • 71 km: W: 6:11:35 h, M: 5:00:46 h
  • 100 km: W: 9:21:55 h, M: 8:08:40 h
  • 100 mi: W: 13:35:31 h, M: 17:55:26 h

(relativ) flach / 241 Ankommer

Reiner