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Premieren und Günther’s Verlässlichkeit bei Hitzeschlacht in Norddeutschland – 24h Lauf DM in Delmenhorst

#mirsansvs

Premieren und Günther’s Verlässlichkeit bei Hitzeschlacht in Norddeutschland – 24h Lauf DM in Delmenhorst

 

Die Wettervorhersagen sagten schon die ganze Woche für die 24h DM in Delmenhorst nichts Gutes voraus. Temperaturen bis 39°C wurden angekündigt. Unser Schwindegger Ultralaufteam, in persona von Günther, Daniela, Christian und Markus machte sich dennoch am Freitagmorgen auf Richtung Bremen. Dort befand sich in direkter Bahnhofsnähe das Hotel. Die Hinfahrt verlief, auch dank der Klimaanlage im Vereinsbus, reibungslos und mit sehr viel Spaß. Christian brachte alle sicher ans Ziel und Daniela sorgte für die gute Musik.

Nach der Ankunft und Check-In im Hotel ging es dann auch gleich weiter Richtung Veranstaltungsgelände. Dort angekommen, galt es unser neu erworbenes Zelt aufzubauen und sich das Gelände anzuschauen. Es lag in einem kleinen Park mit Teich, Wasserfontänen und vielen Enten. Erstmalig hatten wir auch Strom im Zelt. Dank der Unterverteilungen, einer Kabeltrommel und einer elektrischen Kühlbox gab es gekühlte Getränke. Nachdem alles fertig aufgebaut war, wurde nochmal kräftig Werbung für unsre 6h Meisterschaft gemacht, bevor es zum gemütlichen Teil des Tages ging. Direkt vor Ort war ein schönes Restaurant, wo noch einmal die Energiedepot befüllt werden konnten.

Danach hieß es, zurück nach Bremen und nochmal vorschlafen. Leider hatte das Hotel keine Klimaanlage und die Fenster konnte man nur ankippen. Es war also fast genauso warm wie draußen. Und das war gegen Mitternacht noch 25 Grad. Keineswegs optimal, aber was willste machen. Da der Start erst um 12.00 war hatte wir noch Zeit für Frühstück. Das Angebot war nicht das Beste, aber ausreichend. So langsam wurde es danach ernst. Fahrt zur Veranstaltung, Bus parken, alle Sachen zum Zelt bringen und vorbereiten. In seiner Funktion als DUV Sportwart erledigte Christian nebenbei auch noch organisatorische Dinge. Alles war vorbereitet und es konnte losgehen. Aufgrund der Hitze hatte der Veranstalter insgesamt 6 Wasserbecken mit ständig frischem Wasser und Schwämmen zu Abkühlung bereitgestellt. Dazu eine Sprinklerdusche und die Feuerwehr hatte extra acht Wasserzuläufe aufgebaut, wo man sich ständig frisches Wasser auffüllen konnte. Es wurde alles getan, um medizinische Vorfälle zu vermeiden. Und tatsächlich gab es nur einen Einzigen. Und das auch nur, weil eine sehr ehrgeizige und übermotivierte Teilnehmerin ihre Grenzen nicht kannte.

              

Pünktlich zum High Noon ging es dann los. Für Christian und Daniela war es die Premiere auf der 24 Stunde Strecke. Beim Start waren es schon über 30 Grad und es sollte bis auf 38 hochgehen. Also Kräfte sparen und von Anfang an vernünftig laufen. Nach Sonnenuntergang und „kühleren“ Temperaturen könnte man immer noch schneller werden. Alle Vier drehten auf der 1,34km langen Runde in der schwülwarmen Luft ihre Runden. Bis zum Einbruch der Dunkelheit sollte nicht viel passieren. Daniela ging aufgrund ihrer Fußprobleme. Eigentlich wollte sie überhaupt nicht mitkommen. Aber da sie schon angemeldet war und spazieren gehen ging, tat sie es doch. Danke Daniela. Das war nicht selbstverständlich und ohne Dich hätte es nur halb so viel Spaß gemacht. Am Ende schaffte sie so trotzdem noch über 84 Kilometer und Platz 7 in ihrer AK. Und das mit dem Handicap beim ersten 24h Lauf Respekt und Glückwunsch. Markus war sein nicht optimaler Trainingszustand anzumerken. Aber er kämpfte sich auch wacker durch und gab alles für die Mannschaftswertung.  84km und der achte Platz in seiner Altersklasse wurden es am Ende. Zufrieden war er selbst auch nicht, aber die Schwüle machte ihm einfach zu schaffen. Dazu kam die über zweistündige Unterbrechung der Veranstaltung zwischen ca 3:15 und 5:30, die ihn zusätzlich aus der Routine brachten.

Nachdem es kurz vorher schon gewittert hatte, ein Blitz in der Nähe einschlug und der Wind heftig auffrischte, wurde auf behördliche Anordnung alle erst einmal aus dem Rennen genommen. Wir wurden gebeten in die Turnhalle oder unsre Autos zu gehen. Das war selbstverständlich absolut richtig, aber natürlich für den Körper eine kleine Katastrophe. Doch am Ende mussten alle Teilnehmer damit leben und umgehen. Für Christian und Günther war es eher kontraproduktiv.

Christian begann das Abenteuer 24 Lauf eigentlich ganz gut. Dennoch meinte er im Nachgang, am Anfang einfach zu schnell gewesen zu sein. Sein Plan mit einem 7:00er Schnitt die ersten 6-8 Stunden zu absolvieren, hielt er nur begrenzt ein. Aber aus Fehlern lernt man bekanntlich. So machte sich mit Beginn der Nacht sein Körper bemerkbar. Erst versuchte er es mit Gehen, aber gegen Mitternacht ging gar nichts mehr. Die Folge. Eine fast 90-minütige Zwangspause im Zelt. Es dauerte bis Christian sich dann langsam auf der Strecke wieder wohlfühlte. Aber dann war auch er wieder in einem Rhythmus. Auch ihm war die angeordnete Zwangspause überhaupt nicht recht. Doch wie er damit umging und was er dann zeigte war schon stark. Bis zur Schlußsirene lief er komplett durch und machte Meter um Meter.

Mit dieser starken kämpferischen Leistung erlief er sich noch 153km und dem fünften Platz in seiner Altersklasse. Für seine Premiere und den Umständen ein wirklich klasse Ergebnis.

Für Günther war vor der Pause richtig im Flow. Von Anfang an hielt er sich aufgrund er Temperaturen zurück und lief konstant seine Runden. Selbst ein kleiner Sturz am Anfang mit Schürfwunden konnten ich nicht aufhalten. In der Nacht kam er richtig gut rein und arbeitete sich immer näher an die Medaillenplätze in seiner AK vor. Wie erwähnt war er voll im Flow. Dann wieder nach so einer langen Unterbrechung reinzukommen ist wirklich hart. Es gelang ihm, nach einigen Anlaufschwierigkeiten, aber super. Denn nach dem Neustart konnte er sich den dritten Platz in der M65 erlaufen und gab ihn auch bis zum Schluß nicht mehr ab. Mit genau 100 absolvierten Runden und 134km belegte er in der Gesamtwertung Platz 40. Herzlichen Glückwunsch zur Bronzemedaille und einer echt beeindruckenden Vorstellung. Gerade bei den Bedingungen so eine Leistung: Respekt!

           

Am Ende gab es nur glückliche Gesichter und ein paar mehr Anmeldungen mehr für unsre deutsche Meisterschaft. Am Abend ging es in der Bremer Innenstadt noch zur Pizzeria. Einmal um den Körper Kohlenhydrate zuzuführen, und zweitens natürlich um das Bremer Wahrzeichen zu besuchen: Die Bremer Stadtmusikanten.  Aber auch die restliche Innenstadt, besonders um den Markt herum, ist richtig schön. Mit vielen Eindrücken und Erlebnissen ging es dann am Montag auf die Rückreise.

Herzlichen Glückwunsch nochmal an die vier tapferen Recken. Gute Erholung.

 

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