Backyard in Kirchschlag und ein „Märchenprinz“ in Rauschenberg
Backyard in Kirchschlag: traumhafte Natur bei Top-Laufwetter – Läuferherz was willst Du mehr
Früh aufstehen hieß es wieder mal für Sabine und mich, um rechtzeitig am Start unseres nächsten Backyard-Abenteuers in Kirchschlag bei Linz zu stehen. Da nicht so ganz klar war, wie viele Loops jeder von uns laufen würde, reisten wir getrennt an (Sabine in Begleitung von Theo).Bestes Laufwetter mit Sonne, Wolken und angenehmen Temperaturen – neuer Teilnehmerrekord mit weit über 300 Startern – viele bekannte Gesichter – Läuferherz was willst Du mehr!
Einzig das dichte Gedränge in der Halle und dem Athletenzelt sorgte nicht unbedingt für Freude. Punkt 9 Uhr ging es los, wir kannten ja die trailige und mit 146 Höhenmetern pro Runde recht anspruchsvolle Strecke noch gut vom letzten Jahr. Mit Rundenzeiten um die 50 Minuten fanden wir gut in unser Tempo und liefen die meiste Zeit bei bester Unterhaltung gemeinsam. Sabine wollte von vornherein nicht mehr als 7 oder 8 Runden auf diesem welligen Kurs laufen und dann beim flachen Backyard in Kirchdorf in drei Wochen nochmal so richtig angreifen. Ich wollte einfach abwarten, wie es läuft.
Auf der achten Runde – die für mich als einhundertfünfzigste Austria Backyard Runde (bei meinen nun insgesamt 13 Teilnahmen) – ein kleines Jubiläum darstellte, „prosteten“ wir uns auf der Strecke mit unseren Sportgetränken symbolisch zu. Danach war für Sabine wie geplant Schluss und ich drehte weiter meine Runden. Ein absolutes Highlight war Runde 11 – ein Lauf in den Sonnenuntergang mit einem fantastischen Blick auf Linz. Ich fühlte mich super, und lief auf dieser Runde sogar meine schnellste Zeit. In Runde 12 mit Warnweste und Stirnlampe, war dann aber überraschend plötzlich Schluss und ich rettete mich gerade noch für dem Cut Off ins Ziel. Mit 12 Loops, gut 80 Kilometern und 1750 Höhenmetern war ich aber super zufrieden.
In drei Wochen steht dann der nächste Backyard in Kirchdorf an, davor geht es aber erst noch zum 6h-Lauf auf der Peace-Mile nach München.
Ich persönlich mag diese kleine, feine mit viel Engagement und Leidenschaft organisierte Veranstaltung. Ganz besonders auch die dazu passenden Shirts mit immer wieder wechselnden Farben und Motiven von Märchen jedes Jahr. Ich hatte mit vorgenommen, diesen Lauf als richtig guten Trainingslauf für die im Oktober anstehende 6h DM zu nehmen. Das bedeutete auch, hier endlich mal an die magische 4h Stunde Marke laufen. Das erledigte sich eigentlich nach rund 3/4km, als unsere erste größere Gruppe von 10-12 Läuferinnnen verkehr abbogen. Grund war eine Markierung auf einem Baumstamm, den ein Scherzbold falsch platziert hatte. Da es runter ging, musste wir natürlich alle wieder rauf, was zusätzlich Kraft kostete.
Dennoch machte ich von Anfang an Druck. Trotz das 780 Höhenmeter zu überwinden waren, wollte ich nichts unversucht lassen. Es ging immer wieder hoch und runter und flache Passagen waren eher die Ausnahme. Besonders die Strecke im Burgwald, wo auch zwei Runden zu absolvieren waren, erforderten eine gute Einteilung. An den Verpflegungsstationen gab es Wasser, Iso und Cola. Dazu Obst, Brezeln und sogar Salz. Aus Gründen der Nachhaltigkeit musste man aber seinen eigenen Becher mitbringen. Gutes Konzept.
Hart wurde es für mich, nachdem die Strecke wieder aus dem Wald führte. Dort gab es einen VP und es waren noch exakt 9 Kilometer zu laufen. Leider hatten wir aber Gegenwind, was die Sache wirklich zäh machte. Am letzten VP musste ich sogar mal kurz in die Knie mich aufstützen und durchatmen. Letztlich fing ich mich wieder ein wenig und lief als Gesamtsieger nach 4:06:06h ins Ziel ein.



