Erfolgserlebnisse und ein gelungener Härtetest für die 24h DM – Nur glückliche Gesichter beim 12h Benefizlauf in Prambachkirchen
Zwei Wochen vor dem Highlight der Saison fuhren Sabine, Günther und Christian nach Prambachkirchen, um dort am 12h- Lauf zugunsten der OÖ. Kinder-Krebs-Hilfe teilzunehmen. Für Günther und Christian ging es schon am Freitagnachmittag los. Die Startnummernausgabe, inklusive großem Verpflegungsbeutel mit wirklich sehr viel drin, war im Saal direkt neben der Pizzeria, wo wir dann letztmalig unsere Speicher mit einer leckeren Pizza auffüllten. Danach galt es noch unsre Übernachtung herzurichten. Der Veranstalter hatte dafür in der benachbarten Mittelschule die Umkleiden und Gänge der Turnhalle vorgesehen. Etwas speziell, aber das Angebot sollten laut seiner Aussage nicht so viele wahrnehmen, so dass jeder eine Umkleide für sich haben würde. Naja, es kam wie immer anders. Am Ende waren es 11 Personen, darunter 3 Kinder, die diese schnuckelige Schlafmöglichkeit nutzten. Günther und ich sicherten sich wenigstens eine Kabine für uns.
Früh halb sechs, nach gefühlt zu wenig Schlaf, hieß es dann auch schon aufstehen. Der Veranstalter hatte sogar ein kleines Frühstück für uns organisiert, echt super!
Mittlerweile war auch Sabine eingetroffen, die lieber erst in der Früh fahren wollte. Das Wetter war, sagen wir mal, sehr bescheiden. Die Temperaturen mit 14/15° eigentlich perfekt. Aber die ständigen Regenschauer verhießen nichts Gutes. Erst zum Mittag hin sollte es aufhören und die Sonne rauskommen. Der Start für den 12h Lauf war ja bereits um 6 Uhr 30, während die 6h- TeilnehmerInnen noch eine Stunde länger Zeit hatten. Nachdem alles auf, unter, neben unserem Tisch platziert war (wir hatten unter reinem Dachvorsprung einen halbwegs Geschützen Platz gefunden), ging es für Sabine und Günther auch schon los. Passend zum Start…ein wirklich heftiger Regenschauer. Das konnte ja lustig werden.
Die Runde war ein quadratischer Rundkurs einmal um den Block direkt in der Gemeinde. Nur 784m betrug die Streckenlänge, aber bis auf ein kurzes Stück, immerhin über die volle Fahrbahnbreite. Das war bei den vielen Staffeln, die diese Veranstaltung vor allem mittragen, aber auch wichtig. Nach den ersten Runden machte sich dann auch Christian so allmählich fertig. Und dann ging es auch schon los. Die Regenschauer in dem ersten 3-4 Stunden waren echt nervig. Jacke an, Jacke aus. Bei Christian kam hinzu, dass es in den ersten Runden etwas holprig lief, inklusive einer größeren Toilettenpause. Günther hatte in der ersten Stunde mit einem flauen Gefühl im Magen zu kämpfen (so frühe Startzeiten mag er gar nicht), kam aber danach so richtig gut ins Laufen und spulte seine Runden konstant in einer Zeit von um die 5 Minuten ab. Auch Sabine war von Anfang an gut in ihren Rhythmus.
Stück für Stück wurde es auch wärmer und die Temperaturen stiegen bis zum Nachmittag auf 24 Grad. Nachdem es aufgehört hatte zu regnen und die Sonne rauskam, stieg natürlich auch die Luftfeuchtigkeit an. Cleveres Laufen war da ein guter Ratgeber. Auf der Strecke war durch die vielen Staffeln für beste Unterhaltung gesorgt. Fast jedes Team hatte eine Musikbox dabei und von Oldies bis aktuell angesagt war echt alles dabei. Ins Gedankenkino konnte man eigentlich nicht verfallen, soviel positive Energie und Anfeuerung gab es.
Für Christian ging es darum die erste Hälfte ökonomisch zu laufen und Kräfte zu sparen. Prinzipiell ging es für ihn darum, einen letzten großen Härtetest vor den 24h zu absolvieren. Aber bitte nicht ans Limit gehen. Also erstmal laufen, laufen, laufen und dann schauen, wie es nach 3,4 Stunden ausschaut. Als der Marathon geschafft war, wurde mal kurz auf den Bildschirm geschaut. Nachdem der Führende aufgehört hatte, er wollte nur die schnellste Marathonzeit (eigene Wertung) laufen rutschte Christian immer weiter nach vorne. Spätestens mit Platz 3 und nur einem Kilometer Rückstand auf den Führenden war das Konzept des „mit angezogener Handbremse“ laufen vorbei. Der Ehrgeiz ist doch oft stärker. Und wenn dann noch ein persönlicher Motivator hinzukommt, der einem mit den neuesten Zahlen auf dem Laufenden hält. Vielen Dank an den andren Günter und die vielen andren Unterstützer. Ihr ward echt der Hammer!
Christian fühlte sich anfangs der letzten Stunde noch gut, ging aber trotzdem zu keinem Zeitpunkt voll ans Limit. Der Abstand zum Ersten wurde immer kleiner, 800m dann 500…und dann konnte er ihn das erste Mal auch direkt sehen. Immer näher schob sich Christian ran und als er dann zur Verpflegung lief und kurz stoppte, zog Christian vorbei.. Auch wenn er die letzten 20 nochmal beißen musste, voll dagegen halten brauchte er auch nicht. So gesehen taktisch und läuferisch eine perfekte Renneinteilung. Mit knapp 73km holte sich unser Christian den Gesamtsieg. Glückwunsch.
Jetzt galt es natürlich Sabine und Günther weiter zu unterstützen. Sie hatten ja mittlerweile auch mehr als die Hälfte geschafft. Die starke Wärme war jetzt deutlich zu spüren. Und von den vielen Pfützen oder regennassen Straßen war fast nix mehr zu sehen. Beide kämpfen sich wacker durch. Günther arbeitete sich Platz um Platz in der Gesamtwertung nach vorne (am Ende reichte es für Platz 9 bei den Männern) und konnte seinen zweiten Platz in der AK-Wertung bis zum Ende verteidigen. In den Stunden 9 und 10 lief es nochmal richtig gut und beinahe wäre die 100- Killometermarke nochmal in Sichtweite gekommen. Am Ende standen 97,7 Kilometer zu Buche und damit mehr als 6 Kilometer als beim 12h Basel in Basel. Damit war Günther super zufrieden.
Sabine erreichte bei ihrem ersten 12h- Lauf beachtliche 83,17 Kilometer, Glückwunsch zu diesem tollen Ergebnis! Dass am Ende die Knie etwas muckten, ist da glaube ich selbstverständlich und auch zu verkraften. So viele Kilometer ist Sabine noch nie gelaufen. Also Hut ab! In Ihrer Altersklasse konnte sie am Ende damit Platz 6 belegen und war im Gesamtklassement in der ersten Hälfte.
Am Ende waren alle glücklich und sehr zufrieden mit den erbrachten Leistungen. Die stimmungsvolle Siegerehrung auf der Bühne am Abend war der gelungene Abschluss einer wirklich netten Veranstaltung, vielen Dank an den überaus hilfsbereiten Organisator Markus und sein Team! Und nebenbei konnten noch viele neue Kontakte geschmiedet und tolle Werbung für unsere 6h DM gemacht werden.
Nächstes Jahr sind wir wohl wieder mit dabei!

















